Inhaltsübersicht des Buches
Hier finden Sie eine Kopie des Inhaltsverzeichnis. 1. Einleitung Kapitel 1 leitet ins Thema ein und beschreibt die Ausgangslage, die darlegt, weshalb ein neues dynamisches Autismuskonzept notwendig ist (siehe Details weiter unten).   2. Was ist Autismus? Basisverständnis und Theorie Kapitel 2 stellt ein topaktuelles, umfassendes Verständnismodell für Autismus dar, die  Bayes’sche Theorie der prädiktiven Kodierung. Aufbauend auf der Bayes’schen Logik werden Autismussymptome in vier grundlegenden Pathomechanismen gegliedert: Integration, Regulation, Verbindung und Kompensation. 3. Autismus und Trauma - eine Annäherung Kapitel 3 nähert sich dem Themenkomplex Autismus und Trauma aus einer psychologischen, symptomatischen und schließlich neurobiologischen Perspektive. Dabei werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet und zugrundeliegende geteilte Pathomechanismen identifiziert. 4. Trauma und Stress Kapitel 4 vertieft die Konzepte Trauma und Stress und bietet einen „Schnellkurs“ in Psychotraumatologie und Stressforschung. Im Laufe des Kapitels werden autonome physiologische Stressreaktionen und ihre Bedeutung für Autismus diskutiert. Besonderes Interesse gilt dem autonomen Nervensystem und dem Verständnis autonomer Regulation und Dysregulation. Schließlich wird die Polyvagaltheorie eingeführt und kritisch beleuchtet in Bezug auf praktischen Nutzen für Anwender und theoretischen Stellenwert als integratives Erklärungsmodell. 5. Autismus und frühkindliche Bindungsentwicklung Kapitel 5 geht der Frage nach, inwiefern frühe Bindungserfahrungen die Entwicklung von Autismus beeinflussen. Der Fokus im Zusammenhang mit Autismus liegt dabei auf Themen wie Intersubjektivität, Verkörperung und sozialer Intuition. Es wird erörtert, welche Aspekte einer Bindungsbeziehung ausschlaggebend sind, um Kompetenzen der Selbstregulation und sozialen Intuition zu entwickeln – im Allgemeinen und für Autismus. Schließlich wird die Relevanz von Entwicklungs- und Bindungstraumata für Autismus exploriert und der Frage nachgegangen, wie ein autistischer Bindungsstil aussieht.  6. Ein integratives Verständnismodell von Autismus - das Vier-Komponenten- Modell von Autismus Kapitel 6 integriert die bisherigen Erkenntnisse und stellt das Vier-Komponenten- Modell des Autismus vor, das sich in eine genetische Komponente, eine Stress- und Traumakomponente, eine Bindungskomponente und eine Kompensationskomponente gliedert. 7. Praxis: ein integrativer Behandlungsansatz für Autismus Kapitel 7 widmet sich der Praxis und skizziert auf der Basis des Vier-Komponenten- Modells die Elemente eines integrativen psychotherapeutischen Behandlungsansatzes für Autismus, der sowohl kognitive, körperorientierte, emotionale, als auch trauma- und bindungsbasierte Elemente umfasst. Darüber hinaus werden einige existierende hilfreiche Therapieansätze vorgestellt. 8. Fazit und Abschluss Kapitel 8 fasst die zentralen Thesen zusammen und endet mit abschließenden Bemerkungen und einem Abschnitt zu persönlichem Hintergrund und Motivation des Autors. Ziele des Buches Zu den Zielen des Buches gehört es, ein trauma- und bindungsorientiertes Verständnis- und Behandlungsmodell für Autismus einzuführen. Dies berücksichtigt bisherige Forschung und Erklärungsmodelle und erweitert diese mit Erkenntnissen der Stress und Traumaforschung. Dabei liegt es mir am Herzen, anhand einer wissenschaftlich fundierten Recherche Argumente zu vermitteln, welche für einen körperzentrierten Behandlungsansatz sprechen. Das traumasensitive Autismuskonzept soll zu einem verständnisvolleren Umgang mit den Betroffenen führen und als konzeptueller Rahmen für neue Behandlungsmöglichkeiten dienen. Ausgangslage - weshalb braucht es ein neues Erklärungsmodell für Autismus? Fehlendes Erklärungsmodell: Im Verständnis des Autismus fehlt bisher ein übergreifendes funktionales Erklärungsmodell, welches die Basis für einen optimalen Behandlungsansatz dienen könnte. Die Diagnosemanuale beschränken sich auf eine phänomenale Symptombeschreibung aufgrund des Mangels eines Verständnisses für die darunterliegenden Pathomechanismen. Statisches, verhaltensbasiertes Behandlungsmodell: Die Mehrzahl der Behandlungsansätze sind ausgelegt auf eine optimierte Anpassung an die neurotypische Umwelt, Verhaltensänderung durch Einüben neuer Fertigkeiten, durch Vermittlung von Verständnis, oder durch Schaffen einer Akzeptanz für die Unveränderlichkeit der Symptome. Was fehlt ist ein Behandlungsansatz, der die grundlegenden Funktionsmechanismen von Autismus verstehen und verändern kann. Fehlende integrative und schulenübergreifende Ansätze: Körper- und polyvagal- basierte Behandlungsansätze werden in psychiatrisch-medizinischen Fachkreisen leider weiterhin oft als ‘unwissenschaftlich’, nicht evidenzbasiert oder ‘wissenschaftlich widerlegt’ abgewertet. Dabei wird der enorme praktische Nutzen und die subjektive Schlüssigkeit des Konzeptes vernachlässigt, und auf theoretische Details fokussiert, welche in der Praxis absolut keine Relevanz besitzen. Die neuesten neurobiologischen Forschungserkenntnisse zu Embodiment, Bindung, Trauma und Polyvagaltheorie bestätigen jedoch die Effizienz von körper- und polyvagalbasierten Behandlungsmethoden je länger je mehr.
psychotherapeutische Praxis Dr. Phil. Philippe Stöckli

© Philippe Stöckli

Zürich, Schweiz

psycho-therapeut.ch

AUTISMUS, TRAUMA UND BINDUNG

Neue Wege zu Regulation und Verbindung                                                                                                                                Dr. phil. Philippe Stöckli

© Philippe Stöckli

Zürich, Schweiz

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Inhaltsübersicht des Buches
Hier finden Sie eine Kopie des Inhaltsverzeichnis. 1. Einleitung Kapitel 1 leitet ins Thema ein und beschreibt die Ausgangslage, die darlegt, weshalb ein neues dynamisches Autismuskonzept notwendig ist (siehe Details weiter unten).   2. Was ist Autismus? Basisverständnis und Theorie Kapitel 2 stellt ein topaktuelles, umfassendes Verständnismodell für Autismus dar, die  Bayes’sche Theorie der prädiktiven Kodierung. Aufbauend auf der Bayes’schen Logik werden Autismussymptome in vier grundlegenden Pathomechanismen gegliedert: Integration, Regulation, Verbindung und Kompensation. 3. Autismus und Trauma - eine Annäherung Kapitel 3 nähert sich dem Themenkomplex Autismus und Trauma aus einer psychologischen, symptomatischen und schließlich neurobiologischen Perspektive. Dabei werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet und zugrundeliegende geteilte Pathomechanismen identifiziert. 4. Trauma und Stress Kapitel 4 vertieft die Konzepte Trauma und Stress und bietet einen „Schnellkurs“ in Psychotraumatologie und Stressforschung. Im Laufe des Kapitels werden autonome physiologische Stressreaktionen und ihre Bedeutung für Autismus diskutiert. Besonderes Interesse gilt dem autonomen Nervensystem und dem Verständnis autonomer Regulation und Dysregulation. Schließlich wird die Polyvagaltheorie eingeführt und kritisch beleuchtet in Bezug auf praktischen Nutzen für Anwender und theoretischen Stellenwert als integratives Erklärungsmodell. 5. Autismus und frühkindliche Bindungsentwicklung Kapitel 5 geht der Frage nach, inwiefern frühe Bindungserfahrungen die Entwicklung von Autismus beeinflussen. Der Fokus im Zusammenhang mit Autismus liegt dabei auf Themen wie Intersubjektivität, Verkörperung und sozialer Intuition. Es wird erörtert, welche Aspekte einer Bindungsbeziehung ausschlaggebend sind, um Kompetenzen der Selbstregulation und sozialen Intuition zu entwickeln – im Allgemeinen und für Autismus. Schließlich wird die Relevanz von Entwicklungs- und Bindungstraumata für Autismus exploriert und der Frage nachgegangen, wie ein autistischer Bindungsstil aussieht.  6. Ein integratives Verständnismodell von Autismus - das Vier-Komponenten-Modell von Autismus Kapitel 6 integriert die bisherigen Erkenntnisse und stellt das Vier-Komponenten-Modell des Autismus vor, das sich in eine genetische Komponente, eine Stress- und Traumakomponente, eine Bindungskomponente und eine Kompensationskomponente gliedert. 7. Praxis: ein integrativer Behandlungsansatz für Autismus Kapitel 7 widmet sich der Praxis und skizziert auf der Basis des Vier-Komponenten-Modells die Elemente eines integrativen psychotherapeutischen Behandlungsansatzes für Autismus, der sowohl kognitive, körperorientierte, emotionale, als auch trauma- und bindungsbasierte Elemente umfasst. Darüber hinaus werden einige existierende hilfreiche Therapieansätze vorgestellt. 8. Fazit und Abschluss Kapitel 8 fasst die zentralen Thesen zusammen und endet mit abschließenden Bemerkungen und einem Abschnitt zu persönlichem Hintergrund und Motivation des Autors. Ziele des Buches Zu den Zielen des Buches gehört es, ein trauma- und bindungsorientiertes Verständnis- und Behandlungsmodell für Autismus einzuführen. Dies berücksichtigt bisherige Forschung und Erklärungsmodelle und erweitert diese mit Erkenntnissen der Stress und Traumaforschung. Dabei liegt es mir am Herzen, anhand einer wissenschaftlich fundierten Recherche Argumente zu vermitteln, welche für einen körperzentrierten Behandlungsansatz sprechen. Das traumasensitive Autismuskonzept soll zu einem verständnisvolleren Umgang mit den Betroffenen führen und als konzeptueller Rahmen für neue Behandlungsmöglichkeiten dienen. Ausgangslage - weshalb braucht es ein neues Erklärungsmodell für Autismus? Fehlendes Erklärungsmodell: Im Verständnis des Autismus fehlt bisher ein übergreifendes funktionales Erklärungsmodell, welches die Basis für einen optimalen Behandlungsansatz dienen könnte. Die Diagnosemanuale beschränken sich auf eine phänomenale Symptombeschreibung aufgrund des Mangels eines Verständnisses für die darunterliegenden Pathomechanismen. Statisches, verhaltensbasiertes Behandlungsmodell: Die Mehrzahl der Behandlungsansätze sind ausgelegt auf eine optimierte Anpassung an die neurotypische Umwelt, Verhaltensänderung durch Einüben neuer Fertigkeiten, durch Vermittlung von Verständnis, oder durch Schaffen einer Akzeptanz für die Unveränderlichkeit der Symptome. Was fehlt ist ein Behandlungsansatz, der die grundlegenden Funktionsmechanismen von Autismus verstehen und verändern kann. Fehlende integrative und schulenübergreifende Ansätze: Körper- und polyvagal-basierte Behandlungsansätze werden in psychiatrisch-medizinischen Fachkreisen leider weiterhin oft als ‘unwissenschaftlich’, nicht evidenzbasiert oder ‘wissenschaftlich widerlegt’ abgewertet. Dabei wird der enorme praktische Nutzen und die subjektive Schlüssigkeit des Konzeptes vernachlässigt, und auf theoretische Details fokussiert, welche in der Praxis absolut keine Relevanz besitzen. Die neuesten neurobiologischen Forschungserkenntnisse zu Embodiment, Bindung, Trauma und Polyvagaltheorie bestätigen jedoch die Effizienz von körper- und polyvagalbasierten Behandlungsmethoden je länger je mehr.

AUTISMUS, TRAUMA UND BINDUNG

Neue Wege zu Regulation und Verbindung

 Dr. phil. Philippe Stöckli